Der Jägerkurs 2017 ist ausgebucht
Der Jägerkurs 2017 ist ausgebucht

 Jungjäger-Grundausstattung

 

Wer die Jägerprüfung ohne seelischen Schaden bestanden hat - fühlt sich nun erschlagen vom riesigen Ausrüstungsangebot. Waffen, Zielfernrohr Munition und weitere nützliche und und unnütze Gegenstände in allen Preisklassen werden angeboten von den Firmen:  Alljagd, Frankonia, Grube, Schmidt.

Folgende Kurztipps erleichtern euch etwas die Auswahl und schonen den Geldbeutel.

 

Das Kaliber

  • Kaliber .30-06 und .308 sind bei Geschossgewichten zwischen 9,7 und 14,25 Gramm universell einsetzbar, haben einen erträglichen Rückstoß und sind im Vergleich sehr preisgünstig.
  • Wer metrische Allrounder bevorzugt ist die gasdruckschwache 8x57 I (R)S mit 12,7g Geschossen erste Wahl, wenn man nicht über 200 Meter schießt.
  • Die 7x64 ist natürlich auch eine Alternative, wenn auf Hochwild Projektile um elf Gramm verwendet werden.

Die Waffe

  • 99 Prozent aller Jagdmöglichkeiten deckt man durch die Wahl einer Repetierbüchse und einer Flinte ab. Eine Bockbüchsflinte bietet keinen Ersatz für einen Repetierer, schon gar nicht bei Drückjagden und Auslandsjagden. Mit dem Repetierer bist du für den Ansitz, die Pirsch und die Drückjagd gut beraten. Ob Geradezugrepetierer oder "Normalversion" entscheidet der Geldbeutel.
  • Die Waffe sollte auf jeden Fall einen trocken stehenden Direktabzug haben. Auf einen Stecher sollte man aus Sicherheitsgründen lieber verzichten.
  • Bei der Wahl einer Flinte, stellt sich zuerst die Frage nach Bock- oder Querflinte. Eleganter und leichter ist die Querflinte, stabiler und vielseitiger sicher die Bockflinte. Die Bockflinte verdeckt weniger vom Ziel, der Rückstoss wird geradlinig nach hinten übertragen, dadurch liegt sie einfach besser im Schuss. Die gebräuchlichen Kaliber sind 12/70 oder 12/76 oder Kaliber 16/70.

Das Zielfernrohr

  • Variable Allroundgläser für Tag-und Nachtansitz mit 50er-(48er) Objektivdurchmesser setzen sich immer mehr durch. Der Vergrößerungsbereich liegt hier meist bei 2,5 - 10 fach. Zur Not kann solch ein Glas auch bei Drückjagden eingesetzt werden. Was den Hersteller angeht, kann man mit einem Top - Modell mit Leuchtpunkt, aus deutscher oder österreichischer Produktion, nichts falschmachen.

Die Montage

  • Bewährt haben sich Schwenkmontagen (z.B. EAW oder Recknagel). Für einige Waffen z.B. Blaser, gibt es keine Alternativen zum Modell des Herstellers. Wer unbedingt eine Suhler Einhakmontage möchte, bekommt sie nur von einem ersklassigen Büchsenmacher zu einem erstklassigen Preis (800 - 1000€).

Das Fernglas

  • Zur Grundausstattung gehört immer ein gutes Fernglas. Hier sollte man nicht sparen. Das gebräuchliche Glas für den (Nacht) Ansitzjäger ist das 8 x 56. Wer es gerne etwas kompakter mag ist mit einem 8x50 (45) sehr gut bedient.
  •  Entscheidend ist immer auch das Lebensalter des Jägers, da sich die maximale Öffnung der Pupillen im Alter stark verringert und somit weniger Lichteinlass wahrgenommen werden kann, nützt mir ab ca. 50 Jahren auch kein 8x56. Hier würde ich mit einem 8 x 45 (50) das gleiche erreichen.
  • Top sind die österreichischen und deutschen Spitzenmodelle, auch im Preis. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bieten die Gläser von Optolith, Steiner, Meopta oder Docter.

Das Messer

  • Messer mit feststehender Klinge sind in der Regel robuster als zierliche Taschenmesser. Sie sollten eine Parierstange haben damit man mit feuchten Händen (Schweiß) nicht in die Klinge rutscht. Hier ist es auch wichtig nicht die inneren Organe zu verletzen. Die Spitze sollte also nach unten gezogen sein (DropPoint-Form) und am besten nicht Spitz sondern etwas bauchig zulaufen. Die Klingenlänge sollte ca. 9 cm sein. Zum Abziehen (Nachschärfen) meiner Klingen benutze ich seit Jahren Keramikstäbe (LANSKY Crock Stick).
  • Taschenmesser haben den Vorteil, dass sie leicht in der Hosentasche verstaut werden können. Mit Ihnen kann man auch jedes Stück versorgen. Eine feststellbare Klinge und eine Säge (zum Schloss aufsägen), eine etwa 8 Zentimeter lange Klinge am besten mit DropPoint-Form, sollte aber schon sein.

Kleidung

  • Für den schmalen Geldbeutel bieten sich Bundeswehrparka mit herausnehmbarem Futter und "BW-Hose" an. Die Alternative dazu wäre eine funktionelle Outdoorjacke -und Hose. Mit Hosen oder Jacken von Fjällräven könnt ihr nichts falsch machen! Wichtig ist bei der Auswahl, dass ihr auf geräuscharmes Material achtet. Zu viele Taschen sind hinderlich und Klettverschlüsse ziemlich laut. Ich selbst trage gerne Faserpelz oder Fleecejacken, am besten mit Innenfutter als Windstopper. Die sind geräuschlos und angenehm zu tragen und können auch gut bei Revierarbeiten angezogen werden. Auch Loden ist natürlich optimal. Für den Ansitz verwende ich einen lang geschnittenen Lodenmantel - der wärmt auch über den Knien. Faserpelz und Fleece sind auch sehr gut als warme "Unterzieher" zu verwenden. Zwar sind "Kappen" in - aber wer damit bei einer Drückjagd stundenlang im Regen steht, wünscht sich einen breitkrempigen Hut aus Filz oder Loden mit regenabweisender Imprägnierung.

Schuhe

  • Gummistiefel sind ein Muss. Achtet auf grobstolliges Profil, das sich bei lehmigem Boden gut von selbst reinigt. Für Pirsch und Ansitz haben sich Berg-und Wanderstiefel mit Gore-Tex gegen Feuchtigkeit von außen gut bewährt. Dazu atmungsaktive Socken um die Feuchtigkeit von innen nach außen zu bringen. Für den Herbst und Winter empfehle ich entweder warme Lederstiefel mit Webpelzfutter und zusätzlicher Isolierschicht oder Stiefel mit Gummifußteil und Lederschaft, zum Beispiel von Kamik oder Sorel. Letztere haben ein auswechselbares Innenfutter, das im Fall der Fälle schnell getrocknet werden kann.

Zubehör

  • Eine gute Taschenlampe sollte in keiner Standardausrüstung fehlen. Die Auswahl ist riesengroß. Ich benutze zur Nachsuche eine LED Lenser ® P7 von Zweibrüder. Das Licht entspricht dem Tageslicht, ist schattenlos und eignet sich deshalb hervorragend zur Beurteilung eines Anschusses. Stirnlampen sind ebenfalls sehr nützlich bei der nächtlichen Besteigung von Hochsitzen, beim Aufbrechen und beim Bergen von Wild. Zum Bergen von schwerem Wild benutze ich einen Bergegurt oder ein kurzes Seil (Rolladengurt) mit dem man das Wild zum Auto oder zum Weg ziehen kann. Ebenso ein Muss im Rucksack oder der Jagdtasche, ist ein kleines Fläschchen mit Seifenblasen um jederzeit die Windrichtung kontrollieren zu können.

 

Kursleiter:

Hansjörg Müller
Potsdamer Ring 9
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Jägerschule Hardt    

Hansjörg Müller     Peter Negraszus

E-Mail: hajojagd@kabelbw.de

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